Hannah Arendt und Mary McCarthy

Über 25 Jahre haben sie sich Briefe geschrieben: Dokumente eines unverbrüchlichen Vertrauens und ein beispiellos offener Dialog zweier intelligenter, kritiklustiger Frauen, die beherzt und unvoreingenommen über alles sprechen, was sie angeht: Politik, ihre Bücher, ihre Männer… In der Beziehung der Philosophin mit der Schriftstellerin begegneten sich – als fruchtbar erlebte Gegensätze Judentum und Katholizismus, europäische Bildung und die politische Kultur Amerikas… Im Gespräch zwischen Hannah und Mary begegnen wir zwei “Femmes de lettres”, die nicht nur leidenschaftlich denken, sondern auch leidenschaftlich leben. Eine Freundschaft in Briefen tiefgründig, offen, berührend und “spannend wie ein guter Roman”.

Hannah Arendt
(14. 10. 1906 1975)
aufgewachsen in Königsberg, studierte Philosophie bei Husserl, Heidegger und Jaspers, wurde 1933 von der Gestapo verhaftet und lebte dann im Exil in Paris, seit 1941 in N.Y, zunächst als Lektorin im Schocken Verlag, dann als freie Schriftstellerin. 1953 machte sie ihr Buch Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft weltberühmt, 1963 erschien ihr vieldiskutiertes Buch “Eichmann in Jerusalem. Über ihre Biographie Rahel Varnhagens schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung: 1933 schon mit dem Bewusstsein des Untergangs des deutschen Judentums geschrieben, legt es Gesetzlichkeiten blo, die nicht nur Rahel betreffen.”; ab 1963 lehrte sie als Professorin fr Philosophie an der Universität of Chicago, seit 1968 an der New School for Social Research, N.Y.

Mary McCarthy
(1912 1989)
amerikanische Schriftstellerin, Kunst- und Theaterkritikerin. Lebte nach schriftstellerischen Anfängen im New Yorker Intellektuellen Milieu, seit den fünfziger Jahren in Italien und Frankreich. Veröffentlichte realistische, gesellschaftskritische Essays, Reportagen (u.a. gegen das amerikanische Vietnam-Engagement) und Romane (u.a. die Clique, ihr autobiographischer Roman ber die weibliche College Erziehung ).