Josef Roth und Axel Corti

Joseph Roth-literarisch- und Axel Corti-filmisch- gingen einen ähnlichen Weg, sie berührten, zeigten auf, warnten. Mit “liebender Neugier” erzählten sie von Menschen und ihren Geschichten. Beide kannten das Fremdsein, das Ausgestoßensein, das Nichtverstandensein und das heitere, oft fröhliche Scheitern in den Alltäglichkeiten des Lebens. Beide waren auch Berichterstatter tagespolitischer Ereignisse. Joseph Roth schrieb für verschiedene Tageszeitungen, Axel Corti schrieb und sprach für seine eigene Radiosendung “Der Schalldämpfer”. Scheinbar für den Tag erzählt, sind die Tage vergangen, die Texte aber geblieben, heitere, kritische, nachdenkliche Geschichten.

Joseph Roth, geb.1894 in Brodny(Gallizien),
gest.1939 in Paris
Romane, Erzählungen, Feuilletons
Er schrieb u.a. “Juden auf Wanderschaft”, “Das falsche Gewicht”, “Hiob”, “Radetzkymarsch”.

“Ich kenne, glaube ich, die Welt nur, wenn ich schreibe. Wenn ich die Feder weglege, bin ich verloren.”

. 1993 in Oberndorf bei Salzburg
Seine Filme u.a. “Der Fall Jägerstätter”, “Eine blaßblaue Frauenschrift”, “Wohin und Zurück”, “Radetzkymarsch”.

“Wer an den Rand gedrückt wird, an irgendeinen, jedweden Rand-der fürchtet sich! Vor dem Absturz. Und also wird er sich wehren.”